Hemingway, Ernest:
Hunger war eine gute Disziplin
Auf einer Site, die so viele leckere Rezepte präsentiert, sollte auch ein Gedanke an Hunger als geistige Disziplinierung enthalten.
Hemingway schreibt in seinen Erinnerungen an seine Pariserzeit* im Kapitel “Hunger war eine gute Disziplin”.
…. Man wurde sehr hungrig, wenn man in Paris nicht genug aß, weil alle Bäckereien so gute Sachen in der Auslage hatten und die Leute im Freien an tischen auf dem Bürgersteig aßen, so daß man das Essen sah und roch. [….] konnte man immer ins Luxembourg-Museum gehen, und alle Bilder waren schärfer und klarer und schöner, wenn man leerbäuchig und ausgehöhlt-hungrig war. Wenn ich hungrig war, lernte ich Cézanne erst richtig verstehen und wahrhaft sehen, wie er seine Landschaften machte. Ich fragte mich oft, ob er beim Malen auch hungrig gewesen war, aber ich dachte, vielleicht wer er es nur, weil er das Essen vergessen hatte. Es war einer jener unsinnigen, aber einleuchtenden Gedanken, die man hat, wenn man nicht geschlafen hat oder hungrig ist. Später dachte ich, Cézanne sei vielleicht auf andere Art und Weise hungrig gewesen.
(S. 60)
…. Es war eine sehr einfache Geschichte, die Schonzeit hieß, und ich hatte den wirklichen Schluß, daß sich der alte Mann erhängte, weggelassen. Ich hatte es wegen meiner neuen Theorie weggelassen, nach der man alles weglassen konnte, wenn man es bewußt tat und das Weglassen die Geschichte verstärkte und man die Leser dadurch mehr fühlen ließ, als sie verstanden ….
Es ist notwendig, sich besser in der Gewalt zu haben, wenn man sich mit dem Essen einschränken muß, damit man nicht zuviel an seinen Hunger denkt. Hunger ist eine gute Disziplin, und man lernt daraus. Und solange sie es nicht verstehen, bist du ihnen voraus. Aber gewiß doch, dachte ich. Ich bin ihnen jetzt so weit voraus, daß ich es mir nicht leisten kann, regelmäßig zu essen. Es wäre gar nicht schlecht, wenn sie ein bißchen aufholten…..
(S. 67)
*Hemingway, Ernest: Paris ˆ ein Fest fürs Leben, roror 1999
Author Archives: peter andritsch
Gnocchi die Patate
1 kg mehligkochende Kartoffeln ( s.unten)
250 g Mehl
1 TL Salz
Außerdem:
1/2 Bund Majoran oder einige Salbeiblätter
100g geschmolzene Butter
60 g geriebener Parmesan
oder
Tomatensauce
(4 Personen – Zubereitungszeit: ca. 1:30)
1. Die Kartoffeln waschen und (mit der Schale) in wenig Wasser zugedeckt in etwa 30 Minuten weich kochen.
2. Kartoffeln heiß schälen und sofort durch die Kartoffelpresse auf ein Nudelbrett drücken
3. Das Püree etwas auskühlen lassen, dann mit dem Mehl und Salz mischen und gut durchkneten.
4. Aus dem Teig etwa fingerdicke Rollen formen. Diese in Stücke schneiden und mit Hilfe eines Gabelrückens etwas eindrücken.
5. Die Gnocchi nebeneinander auf ein bemehltes Küchentuch legen und etwa 15 Minuten ruhen lassen.
6. Reichlich Wasser mit Salz zum Kochen bringen. Die Gnocchi hineingeben, dann bei schwacher Hitze etwa 5 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen, Mit einem Schaumlöffel herausheben und gut abtropfen lassen.
7. Die Kräuter in der heißen Butter anbraten und Parmesan oder Tomatensauce über die Gnocchi geben.
Pro Person:
Kalorien (kcal) 645, Eiweiß (g) 17, Fett (g) 26, Kohlenhydrate (g) 84
Tipp:
Wichtig für das Gelingen der Gnocchi ist vor allem die Kartoffelsorte. Am besten eignen sich mehligkochende Kartoffeln wie zum Beispiel die Sorten “Datura” oder “Monza”, damit der Teig gut bindet.
Geschmortes Rindfleisch mit Spinat und Lauch
Geschmortes Rindfleisch mit Spinat und Lauch
400 g Rinderfilet
2 EL helle Sojasauce
2 EL Fischsauce
3 EL Öl
4 Korianderwurzeln, feingehackt
15 g frische Korianderblätter und -stengel, gehackt
2 TL schwarze Pfefferkörner, zerstoßen
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
1 EL brauner Zucker
125 ml Wasser
1 Lauchstange, in Ringe geschnitten
20 Spinatblätter ohne Stiel
60 ml Limettensaft
(4 Personen)
Thailand
1 Rindfleisch in 2,5 cm dicke Scheiben schneiden. Sojasauce, Fischsauce, 1 EL Öl, Koriander, Pfeffer, Knoblauch und Zucker in einer Küchenmaschine zerkleinern, über das Fleisch gießen; zudecken und gut 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
2 Das Fleisch abtropfen lassen; die Marinade aufheben. 1 EL Öl in einem Wok erhitzen. Fleischscheiben hineingeben und auf beiden Seiten kräftig anbraten. Marinade und Wasser zugeben und 8 Minuten köcheln lassen. Fleisch herausnehmen und die Sauce 10 Minuten köcheln lassen; beiseite stellen. Das Fleisch in Stücke schneiden
3 1 EL Öl in einem Wok oder einem Topf erhitzen; Lauch zugeben und 2 Minuten unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze anbraten. Spinat zufügen und 30 Sekunden mit anbraten.
4 Lauch und Spinat zusammen mit dem Fleisch auf einer Servierplatte anordnen. Die Sauce über das Fleisch gießen und alles mit Limettensaft beträufeln. Nach Belieben mit Chiliringen garnieren.
Nährwert pro Portion:
25 g Eiweiß, 20 g Fett, 5 g Kohlenhydrate, 2 g Ballaststoffe, 75 mg Cholesterin, 1290 kJ (305 kcal)
Daniela’s Wunschessen
Soja-Ingwer-Sauce
Garnelen in Nudelp
Garnelen in Nudelpäckchen
6 große rohe Garnelen
1/4 Nori-Blatt
100 g Somen-Nudeln
Öl zum Fritieren
zum Servieren: Soja-Ingwer-Sauce (s. Zubereitung)
Teig
125 g Weizenmehl
1 Eigelb
250 ml Eiswasser
(2 Personen)
Japan
1 Garnelen schälen und ausnehmen, ohne den Schwanz zu entfernen. An der Unterseite jeweils einen flachen Schnitt anbringen und die Garnelen geradeziehen. Das Viertel Nori-Blatt in 1,5 cm breite Streifen von 5 cm Länge schneiden.
2 Für den Teig Mehl, Eigelb und Eiswasser in einer Schüssel verrühren.
3 Die Nudeln so brechen, daß ihre Länge der Länge der Garnelen (ohne Schwanz) entspricht, dann auf ein Brett legen. Die Garnelen nacheinandern in den Teig tauchen und auf je ein Nudelbündel legen. So darin einwickeln, daß sie ganz bedeckt sind. Die Nudeln rundherum fest andrücken, so daß sie an den Garnelen haften bleiben. Die Päckchen in der Mitte jeweils mit einem Nori-Streifen zusammenbinden; die Enden mit Wasser befeuchten und zusammendrücken.
4 Öl in einem großen Topf oder im Wok erhitzen. Die Bündel nacheinander goldbraun fritieren. Sofort mit der Sauce servieren.
Nährwert pro Portion:
30 g Eiweiß, 5 g Fett, 110 g Kohlenhydrate, 2 g Ballaststoffe, 175 mg Cholesterin, 2465 kJ (590 kcal)
Hiasl’s Wunsch
Cashew-Baisertorte
Cashew-Baisertorte
Cashew-Baisers
300 g Cashewnüsse
8 Eiweiß
375 g feiner Zucker
2 TL Vanilleessenz
2 TL heller Essig
Füllungen
250 g weiche Butter
125 g Puderzucker
4 EL Crème de Cacao
500 ml Sahne
1 EL Orangenlikör
2 TL Vanilleessenz
zum Verzieren: Borkenschokolade und Kakaopulver
(8-10 Personen)
1 Für die Cashew-Baisers den Backofen auf 180° C (Gas: Stufe 4) vorheizen. Cashewnüsse auf ein Backblech streuen und etwa 5 Minuten goldbraun rösten. Dabei gelegentlich umrühren und wenden. Sorgfältig kontrollieren, damit sie nicht anbrennen. Die Cashewnüsse aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Anschließend in einer Küchenmaschine stoßweise fein mahlen.
2 Den Backofen auf 150° C (Gas: Stufe 2) herunterschalten. 4 Backbleche mit nichthaftendem Backpapier auslegen. Auf jedes Stück Papier einen Kreis mit einem Durchmesser von 21 cm zeichnen.
3 Eiweiße in einer sauberen, trockenen Schüssel steif schlagen, bis sich weiche Spitzen bilden. Nach und nach den Zucker zugeben, jeweils gut umrühren, bis das Eiweiß dick und glänzend ist. Mit einem Metallöffel in Vanille, den Essig und die gemahlenen Cashewnüsse unterziehen.
4 Die Masse gleichmäßig auf die 4 Kreise aufteilen und sorgfältig bis an die Kreisränder verstreichen. Die Baisers 45 Minuten backen, bis sie knusprig sind. Den Backofen ausschalten und die Baisers bei halboffener Ofentür abkühlen lassen.
5 Für die Füllungen Butter, Puderzucker und Crème de Cacao zu einer leichten und cremigen Masse schlagen. Beiseite stellen. Sahne, Orangenlikör und Vanilleessenz in einer separaten Schüssel schlagen, bis sich weiche Spitzen bilden.
6 Einen Baiserkreis auf eine Servierplatte legen und sorgfältig mit der Hälfte der Buttermasse bestreichen. einen zweiten Baiserkreis auflegen und diesen mit der Hälfte der Orangen-Sahne-Masse bestreichen. Mit den übrigen Baisers, der Buttermasse und der Orangen-Sahne-Mischung ebenso verfahren.
7 Die Baisertorte kann mit Borkenschokolade verziert und leicht mit Kakaopulver bestreut werden. Zum Servieren vorsichtig in Stücke schneiden.
Nährwert pro Portion (10):
10 g Eiweiß, 55 g Fett, 55 g Kohlenhydrate, 2 g Ballaststoffe, 130 mg Cholesterin, 3230 kJ (770 kcal)
Monikas Wunsch
Fischfilets in Kokosmilch
Fischfilets in Kokosmilch
2 lange grüne Chillies
2 kleine rote Chillies
400 g feste weiße Fischfilets
2 Stengel Zitronengras (nur der weiße Teil)
2 Korianderwurzeln, feingehackt
4 Kaffir-Limettenblätter
2 cm frischer Ingwer, gerieben
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
3 Frühlingsziebeln (nur der weiße Teil), in feine Ringe geschnitten
1 TL brauner Zucker
250 ml Kokosmilch
125 ml Kokoscreme
1 EL Fischsauce
2-3 EL Limettensaft
zum Garnieren: Kaffir Limettenblätter
(4 Personen)
Thailand
1 Den Wok erhitzen. Die Chillies hineingeben und rösten, bis sie braun werden. Die grünen Chillies herausnehmen, abkühlen lassen und in Ringe schneiden.
2 Den Fisch in Würfel schneiden. Das Zitronengras mit einer Messerklinge zerdrücken.
3 Zitronengras, Korianderwurzeln, Zitronenblätter, Ingwer, Frühlingszwiebeln, Zucker und Kokosmilch in den Wok geben. 2 Minuten köcheln lassen. Fisch zugeben und 2-3 Minuten köcheln lassen, hierbei die Kokoscreme einrühren.
4 Grüne Chillies, Fischsauce, Limettensaft und Salz unterrühren. Vor dem Servieren das Zitronengras und die ganzen Chillies entfernen.
Nährwert pro Portion:
25 g Eiweiß, 20 g Fett, 10 g Kohlenhydrate, 5 g Ballaststoffe, 75 mg Cholesterin, 1280n kJ (330 kcal)
Geoff’s Wunschessen
Gr
Grüne Currypaste
1 EL Koriandersamen
2 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL schwarze Pfefferkörner
2 TL Garnelenpaste
8 große grüne Chillies, grobgehackt
20 rote asiatische Schalotten
5 cm frischer Galgant, gehackt
12 kleine Knoblauchzehen, gehackt
100 g frische Korianderblätter, -stengel und -wurzeln, gehackt
6 Kaffir-Limettenblätter, gehackt
3 Stengel Zitronengras (nur der weiße Teil), feingehackt
2 TL Limettenschale, feingerieben
2 TL Salz
2 EL Öl
1 Koriander– und Kreuzkümmelsamen in eine trockene Pfanne geben und 2-3 Minuten bei mittlerer Hitze unter ständigem Schwenken rösten.
2 Die gerösteten Gewürze und Pfefferkörner in einem Mörser fein zerstoßen.
3 Die Garnelenpaste in ein Stück Folie einwickeln und 3 Minuten in einem heißen Grill garen; dabei das Päckchen zweimal wenden.
4 die gemahlenen Gewürze mit der Garnelenpaste in eine Küchenmaschine geben und kurz mixen. die übrigen Zutaten zugeben und mixen, bis die Masse geschmeidig ist, dabei zwischendurch die Paste immer wieder von den Wänden abschaben.
Nährwert pro 100g:
5 g Eiweiß, 10 g Fett, 5 g Kohlenhydrate, 5 g Ballaststoffe, 0 mg Cholesterin, 440 kJ (105 kcal)
Rote Currypaste
Rote Currypaste
1 EL Koriandersamen
2 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL schwarze Pfefferkörner
2 TL Garnelenpaste
1 TL Muskatnuß, gemahlen
12 rote Chillies, getrocknet oder frisch, grobgehackt
20 rote asiatische Schalotten, gehackt
2 EL Öl
4 Stengel Zitronengras (nur der weiße Teil), feingehackt
12 kleine Knoblauchzehen, gehackt
2 EL frische Korianderwurzeln, gehackt
2 EL frische Korianderstengel, gehackt
6 Kaffir-Limettenblätter, gehackt
2 TL Limettenschale, gerieben
2 TL Salz
2 TL Kurkuma, gemahlen
1 TL Paprika
1 Koriander– und Kreuzkümmelsamen in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze unter ständigem Schwenken der Pfanne 2 bis 3 Minuten rösten.
2 Die gerösteten Gewürze und die Pfefferkörner in einem Mörser fein zerstoßen.
3 Die Garnelenpaste in ein Stück Folie wickeln und das Päckchen unter zweimaligem Wenden etwas 3 Minuten in einem sehr heißen Grill grillen.
4 Die zermahlenen Gewürze, die Garnelenpaste, Muskatnuß und Chillies in eine Küchenmaschine geben und 5 Sekunden zerkleinern. Die restlichen Zutaten zugeben und zerkleinern, zwischendurch immer wieder die Masse von den Innenwänden der Küchenmaschine schaben, bis eine glatte Paste entsteht.
Nährwert pro 100g:
2 g Eiweiß, 10 g Fett, 5 g Kohlenhydrate, 5 g Ballaststoffe, 0 mg Cholesterin, 430 kJ (100 kcal)
Tom Yum Gung
Tom Yum Gung
(Sauer-scharfe Garnelensuppe)
500 g rohe Garnelen
1 EL Öl
2 l Wasser
2 EL rote Currypaste (s. Zubereitung) oder Fertigpaste
2 EL Tamarindenkonzentrat
2 TL Kurkuma, gemahlen
1 TL rote Chillies, gemahlen, nach Belieben
4-8 Kaffir-Limettenblätter, ganz oder zerkleinert
2 EL Fischsauce
2 EL Limettensaft
2 TL brauner Zucker
7 g frische Korianderblätter
(4-6 Personen)
Thailand
1 Garnelen schälen und den Darm entfernen, dabei die Schwänze ganz lassen. Öl in einem großen topf erhitzen, die Schalen und Köpfe der Garnelen zugeben und unter ständigem Wenden 10 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten, bis die Schalen und Köpfe tieforange geworden sind.
2 250 ml Wasser und die Currypaste zufügen; 5 Minuten kochen lassen, bis sich die Flüssigkeit etwas verringert hat. Das restliche Wasser zugeben und 20 Minuten köcheln lassen. Die Brühe abgießen und die Schalen und Köpfe wegwerfen.
3 Die Brühe in den Topf zurückgießen. Tamarindenkonzentrat, Kurkuma, Chillies und Limettenblätter zugeben und 2 Minuten kochen lassen. Garnelen in den Topf geben und 5 Minuten mikochen, bis sie eine rosa Farbe angenommen haben. Fischsauce, Limettensaft und Zucker einrühren, mit Korianderblättern bestreuen und sofort servieren.
Nährwert pro Portion:
15 g Eiweiß, 10 g Fett, 5 g Kohlenhydrate, 0 g Ballaststoffe, 160 mg Cholesterin, 615 kJ (145 kcal)
Wahlessen von Herrn Hugo Fox
